WKO – Bericht Zukunftsmarkt Gesundheit

Family running on beach holding hands smiling

Auszüge aus dem Bericht Zukunftsmarkt Gesundheit
WKO – Wirtschaftskammer Österreich

Gesundheit ist ein Zukunftsmarkt, und zwar für alle Unternehmensgrößen

Menschen zeigen ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein
Gesundheit ist grenzüberschreitend – ein Megatrend
Durch den Wertewandel in unserer Gesellschaft wächst die Nachfrage nach gesundheitsbezogenen Waren und Dienstleistungen ständig
Prävention gewinnt steigende Bedeutung
„Gesundheit“ ist eine Schlüsselressource in unserer Gesellschaft
“Gesundheit” durchdringt immer weitere Lebensbereiche: z.B. Lebensmittel
Wer die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden versteht, dem eröffnen sich neue und attraktive Geschäftsfelder.
Gesundheit ist Lifestyle, Prävention ist in.

Die Menschen fühlen sich immer mehr selbst für ihre Gesundheit verantwortlich und kaufen Produkte und Dienstleistungen aus Bereichen wie Prävention, Wellness oder Fitness. Dies schafft einen dynamisch wachsenden Markt mit ständig neuen Angeboten.


der alle privat finanzierten Produkte und Dienstleistungen rund um die Gesundheit umfasst. Das Angebotsspektrum reicht von freiwilligen Zusatzversicherungen und frei verkäuflichen Arzneimitteln über gesundheitsfördernde Lebensmittel und Reisen. Sein Schwerpunkt liegt auf Angeboten und Produkten zur Erhaltung der Gesundheit, also hauptsächlich auf Prävention und Vorsorge.


gerade auch für kleine und mittelgroße Unternehmen interessant. Dabei entstehen nicht nur Möglichkeiten für Branchen, die traditionell mit dem Thema verknüpft werden. Gesundheit ist heute mehr als die Nichtanwesenheit von Krankheit: nämlich ein Zustand umfassenden körperlichen und seelischen Wohlbefindens.

Damit durchdringt die Gesundheit immer mehr Bereiche und eröffnet attraktive Wachstumschancen und neue Geschäftsfelder für viele Unternehmen.

Der Zweite Gesundheitsmarkt (Prävention und Vorsorge) ist schon lange kein Randphänomen mehr. Mitmehr als 13 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2008 erreicht er bereits mehr als GO Prozent des Ersten Marktes Beide Märkte zusammen machen mit 34,7 Milliarden Euro rund 12 Prozent des österreichischen Bruttoinlandsproduktes aus. Dieser Präventions- und Vorsorgemarkt ist in den letzten Jahren mit jährlich 4,7 Prozent gewachsen, der Erste Markt mit 4,2 Prozent.

Am stärksten stieg der Umsatz im Bereich Bio-Lebensmittel (+ 21% !)  und bei Fitness- Studios (+9,5%)

Der Konsum von Gesundheit, d.h. von gesundheitsrelevanten Produkten und Dienstleistungen, erfasst nach Studien von Roland Berger Strategy Consultants alle Bevölkerungsschichten: Er hängt mehr von der Wertewelt der Menschen und von ihrer Einstellung zum Thema Gesundheit ab als von ihrem Einkommen.

Daher finden sich auf dem Gesundheitsmarkt auch Angebote für alle Einkommensklassen: Von den Bio-Produkten bei Lebensmitteldiscountern bis hin zum Premium-Fitness-Studio mit angeschlossenem Medical Spa ist für jede Geldbörse etwas dabei.


Der gesamte Gesundheitsmarkt wird in Österreich von 30,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf 67,8 Milliarden Euro im Jahr 2020 wachsen (plus 121 Prozent).

Neben Bewegung ist auch gesunde Ernährung vielen Menschen immer wichtiger. Sie soll ausgewogen sein, auf zu viel und vor allem auf die falschen Fette verzichten und Zutaten aus biologischem Anbau enthalten, ohne Pestizid- oder Schwermetallbelastung. Lebensmittelskandale haben diesen Trend verstärkt.

Fast alle Nahrungsmittel gibt es inzwischen in einer Bio-Version. So haben zum Beispiel nach und nach viele österreichische Bäcker Brot aus kontrolliert biologischen Zutaten auf den Markt gebracht.

Große Lebensmittelkonzerne haben Gesundheit als Thema der Zukunft für sich definiert und begonnen, ihr gesamtes Produktportfolio mehr auf Gesundheit auszurichten: Der Fett- und Zuckergehalt der Produkte soll deutlich verringert werden.

Functional Food – Lebensmittel, die nicht nur Hunger stillen. Auch wenn viele Konsumenten mit dem Begriff “Functional Food” nichts anfangen können, haben die meisten schon ein derartiges Produkt probiert. Es handelt sich dabei um Lebensmittel, die durch ihre Inhaltsstoffe einen positiven Effekt erzielen sollen – also zu Wohlbefinden und Gesundheit beitragen.
(www.walmart.com, Rubrik Pharmacy oder www.minuttidinic.com).

Gesund essen, ohne sich kasteien zu müssen, scheint im stressgeplagten Alltag einfacher und daher ist es kein Wunder, dass sich Functional Food sehr großer Beliebtheit erfreut. Bekannte Produkte in diesem Markt sind probiotische Joghurts.
Die Gesundheits-Förderung gerät in den Fokus der Unternehmen

Die privaten Zusatzkrankenversicherungen in Österreich und Deutschland bieten umfassende Vorsorgeuntersuchungen bei gleichzeitiger Vergünstigung der Beiträge oder Ermäßigungen in Fitness-Studios.

Arbeitgeber bezahlen ihren Angestellten umfassende Checkups oft als Incentive. Die deutsche Firma Prevent hat sich auf Führungskräfte fokussiert. Ihre Checkups finden in angenehmer Atmosphäre (meist in attraktiven Hotels) statt und es wird viel Wert auf Beratung gelegt (www.prevent.de).

Für Arbeitgeber bietet etwa die deutsche Firma Skolamed speziell auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmte Programme an. Auf Basis einer intensiven Analyse werden für die Mitarbeiter nach Bedarf Vorträge zum Thema gesunde Ernährung und Stressabbau organisiert oder es finden Einzelcoachings statt, die den Mitarbeitern helfen sollen, gesünder zu leben (www.skolamed.de).

Neue Berufe im Gesundheitsmarkt

Durch den Wertewandel in der Gesellschaft und den hohen Stellenwert von Prävention haben sich auch völlig neue Berufsbilder entwickelt. Neben Zusatzqualifikationen in alternativen Heilmethoden für Ärzte wie Akupunktur boomen Ausbildungen zum Ernährungs-Berater, Wellness-Trainer, Shiatsu-Praktiker, Gesundheitscoach sowie zum Feng-Shui-Berater.

Auch im klassischen Gesundheitswesen entstehen durch die zunehmende Bedeutung von betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen neue Herausforderungen und Berufsbilder. Das Angebot an postgradualen Ausbildungen zum Thema Gesundheitsmanagement, Qualitätssicherung und IT im Gesundheitswesen wird auch in Österreich immer größer www.wifi.at

Seien Sie innovativ!
Im Gesundheitsmarkt ist Platz für neue, auch ungewöhnliche Produkte.
Schauen Sie sich ruhig etwas ab!
Was macht Produkte und Dienstleistungen von anderen Unternehmen für Kunden, die an Gesundheit und Nachhaltigkeit interessiert sind, attraktiv?

Einige der Eigenschaften und Erfolgsfaktoren lassen sich bestimmt auch auf Ihr Angebot übertragen.

Machen Sie den Herstellungsprozess für alle transparent!

Kunden im Gesundheitsmarkt informieren sich in der Regel sehr genau über Herkunft und Herstellung der Produkte. Eine ehrliche und authentische Kundenansprache ist also unerlässlich. Es lohnt sich das Transparent-machen des Herstellungsprozesses sowie der Herkunft der Produkte und Rohstoffe. Diese Daten sollten im Internet oder im eigenen Geschäft veröffentlicht werden. Daneben können Ihnen auch Ursprungskennzeichnungen oder Gütesiegel helfen.

Kooperieren Sie bei Marketing und Vertrieb mit etablierten Akteuren im Gesundheitsmarkt!

Ärzte und Apotheken werden seit jeher mit dem Thema Gesundheit in Verbindung gebracht. Sie gelten als besonders kompetent und vertrauenswürdig in Sachen Gesundheit. Es gibt aber auch darüber hinaus relevante Akteure (Versicherungen, Spitäler). Dieses Vertrauen des Patienten kann für Marketing und Vertrieb genutzt werden.

Nutzen Sie moderne Vertriebswege!

Die Einkaufs- und Konsumgewohnheiten ändern sich. Moderne und bequeme Vertriebswege, etwa der Versandhandel und das Internet, werden von Kunden immer wieder gerne in Anspruch genommen. Bieten Sie diese daher an. Überdies können Sie Ihre Kunden in Ihre Geschäftsprozesse einbinden, indem Sie z.B. Produktempfehlungen und dadurch ausgelöste Käufe honorieren.

Erreichen Sie mehr mit vereinten Kräften – Vernetzen Sie sich!
Regionale Clusterinitiativen vereinen Unternehmen derselben Branche aus verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette und inhaltlich verwandte wissenschaftliche Einrichtungen. So können Sie gemeinsam neue Produktideen entwickeln sowie innovative Vertriebsstrategien finden.

Schließen Sie sich einem bestehenden Netzwerk an und nutzen Sie die neuen Impulse und Kontakte für Ihr Unternehmen. Darüber hinaus bietet ein staatlich unterstützter Cluster seinen Mitgliedern oft Dienstleistungen wie Beratung sehr günstig an.

Das  Wright Konzept

Die neue Dynamik zur Prävention und nachhaltigen Lösung der kostspieligen Übergewichts-Problematik

Bericht European Food Information Council:

Fettleibigkeit und Übergewicht
1. Einführung

Eines der am weitesten verbreiteten Probleme, die mit dem heutigen Lebensstil verbunden sind, ist es, übergewichtig zu sein. Schweres Übergewicht, auch Fettleibigkeit oder Adipositas genannt, ist ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung vieler chronischer Erkrankungen wie Herz- und Atemwegskrankheiten, nicht insulinabhängiger Diabetes mellitus (auch Typ-II-Diabetes genannt), Bluthochdruck, einige Krebsarten sowie für den damit verbundenen frühen Tod.

Neue wissenschaftliche Studien und Daten von Lebensversicherungsgesellschaften haben gezeigt, dass Gesundheitsrisiken, die durch übermäßiges Körperfett entstehen, schon mit einem relativ geringen Anstieg des Körpergewichts und nicht erst mit einem ausgeprägten Übergewicht verbunden sind.

Fettleibigkeit und Übergewicht sind ernsthafte Probleme, die eine große und wachsende finanzielle Belastung für nationale Budgets darstellen.

2. Was ist Fettleibigkeit und Übergewicht?

Fettleibigkeit (auch als Fettsucht oder Adipositas bezeichnet) wird oft einfach als ein Zustand bezeichnet, bei dem eine abnormale oder übermäßige Fettanhäufung im Gewebe (Fettgewebe) vorliegt, die zu Gesundheitsrisiken führt. Die Ursache, die einer Gewichtszunahme zugrunde liegt, ist eine positive Energiebilanz, d. h. wenn mehr Kalorien verzehrt als durch körperliche Aktivität verbrannt werden.

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Auf jeden Fall aber haben Ernährungsfaktoren und Verhaltensmuster körperlicher Aktivitäten einen starken Einfluss auf die Energiebilanz und sind somit die bedeutendsten Einflussfaktoren. Ein hoher Fettgehalt [7] und eine hohe Energiedichte der Nahrung [8,9] sowie ein sitzender Lebensstil sind Charakteristika, die weltweit sehr stark mit der Verbreitung von Übergewicht verbunden sind. Im Gegensatz dazu entsteht ein Gewichtsverlust, wenn die Energieaufnahme über einen längeren Zeitraum geringer ist als der Energieverbrauch. Eine Einschränkung der Kalorienaufnahme, verbunden mit körperlichen Aktivitäten, ist die allgemeine Empfehlung von Ernährungsberatern, wenn ein anhaltender Gewichtsverlust angestrebt wird.

Wunderdiäten, die eine strenge Beschränkung der Kalorienaufnahme fordern und ganze Lebensmittelgruppen ausschließen, sollten vermieden werden, da sie oft die Aufnahme wichtiger Nährstoffe beschränken und/oder nicht über eine längere Periode aufrechterhalten werden können.

Außerdem führen sie nicht zum Erlernen richtiger Essensgewohnheiten und können den Jo-Jo-Effekt (den Kreislauf von Auf und Ab, von Gewichtsverlust durch Abnehmen und Gewichtszunahme durch zu vieles Essen) nach sich ziehen. Dieses Jo-Jo-Diätverhalten kann für die langfristige Erhaltung der physischen und psychischen Gesundheit gefährlich sein. Man sollte sich keine zu hohen Ziele setzen. Schon eine Verringerung des ursprünglichen Körpergewichts um 10% bringt bereits messbare Gesundheitsvorteile.

 

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